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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Roman Pliske

Roman Pliske

Florian Russi

Germanist, Historiker, Verleger

Seine Liebe zu Büchern begann sehr früh. Der Vater war sehr belesen und hatte eine umfangreiche Bibliothek, die Mutter war Buchhändlerin. Der junge Roman nutzte es und griff neugierig nach allem, was für ihn erreichbar war. Mit 11 Jahren stieß er auf Alexander Solschenizyns „Matrjonas Hof“. Er las das Werk mehrmals und war immer wieder zu Tränen gerührt. Von da an wurde das Lesen für den gebürtigen Berliner zur bestimmenden Leidenschaft.

In Heidelberg studierte er Germanistik und Geschichte. Anschließend arbeitete er in München und Essen als Journalist für verschiedene Magazine. Nach Berlin zurückgekehrt arbeitete er als Redakteur für Publikationen des Deutschen Beamtenbundes (dbb). Zufällig sah er in einem Branchenmagazin eine Ausschreibung, mit welcher der Mitteldeutsche Verlag (mdv) in Halle einen neuen Geschäftsführer suchte. Der 1946 gegründete Mitteldeutsche Verlag war in der ehemaligen DDR einer der bekanntesten Buchverlage und hatte u. a. den Weltbestseller „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz und „Nachdenken über Christa T.“ von Christa Wolf herausgebracht. Die neuen Bundesländer, bekannte Namen, Sitz in Halle, das lockte Roman Pliske. Er bewarb sich und wurde sofort angenommen. Das war im Jahr 2004. Der Mitteldeutsche Verlag gehört heute zu einem Familienunternehmen, das in mehreren Branchen tätig ist. Dessen Chef, der den Verlag im Jahr 1997 aus Verbundenheit zur Stadt Halle gekauft hatte, hat Roman Pliske die volle Verantwortung übertragen. Das heißt, er muss Erfolg haben, und das ist in den sog. Neuen Ländern, die im früheren Deutschen Reich im Verlagswesen an der Spitze lagen, nicht leicht. Mit einem Programm aus Geschichts- und Reiseliteratur, politischen Sachbüchern, Publikationen mit regionalen Bezügen, aber auch Kunstbänden und schöngeistigen Werken schaffte es Pliske unter die führenden Verlage in Mitteldeutschland. Er begann mit kleinen Schritten und gibt heute die erstaunliche Zahl von 140 Büchern im Jahr heraus. Mutig und erfolgreich. Unter seinen Autoren stechen u. a. die Namen Lutz Rathenow, Christopher Ecker und Jürgen Jankofsky hervor.

Pliske verwendet viel Zeit damit, die Kontakte und Gespräche mit seinen Autoren zu pflegen und verfolgt mit großem Interesse die Themen, die in der Publizistik eine wachsende Rolle spielen könnten.Zusätzlich gründete er noch den Heidelberger Morio-Verlag als Tochterfirma des mdv.

Roman Pliske lebt mit seiner Partnerin in Halle und hat 5 Kinder. Auch in seiner Freizeit liegt ihm die Literatur am Herzen, und er befasst sich mit Kunstprojekten, Entdeckungen und Fotografie. Daneben kocht er gerne und liebt es zu reisen. Anleitungen dazu bieten ihm die Bücher seines Verlags zu Genüge. Immer wieder locken ihn Wien, Mailand, Portugal oder die Insel Hiddensee als Reiseziele.

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Fotos: Florian Russi