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Kennst du Antoine
de Saint-Exupéry?

Karlheinrich Biermann

Großer Beliebtheit erfreut sich noch heute die Geschichte vom kleinen Prinzen, jenem philosophischen Märchen, das von Liebe, Freundschaft und Tod handelt. Darin geht Saint Exupery der Frage nach dem Sinn des Lebens nach und blickt zurück auf sein eigenes: das Abenteuer einer Bruchlandung, das Überleben in der Wüste, die Sehnsucht nach der verlorenen Liebe … all das war dem Autor nur allzu vertraut.

Das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

Das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

Dr. Michael Schefzik

Blick in den geheimnisvollen Ausstellungsraum "Himmelsscheibe" mit bronzezeitlichem Sternenhimmel, © LDA Sachsen-Anhalt, Foto Juraj Lipták
Blick in den geheimnisvollen Ausstellungsraum "Himmelsscheibe" mit bronzezeitlichem Sternenhimmel, © LDA Sachsen-Anhalt, Foto Juraj Lipták

Das Landesmuseum gehört zu den wichtigsten archäologischen Museen in Mitteleuropa. Der umfangreiche Sammlungsbestand mit mehr als 12 Millionen Funden umfasst zahlreiche Stücke von europaweitem Rang, teilweise sogar von Weltgeltung, wie z.B. die berühmte „Himmelsscheibe von Nebra", die das Herzstück der völlig neu gestalteten Dauerausstellung bildet.

In den lichten Sälen des historischen Museumsgebäudes haben Archäologen Szenen aus dem Alltag der ersten Bewohner Mitteldeutschlands nachgezeichnet, die eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise zu den Wurzeln der europäischen Menschheitsgeschichte ermöglichen. Außergewöhnliche Inszenierungen lassen ein realistisches Bild stein- und bronzezeitlichen Lebens entstehen mit wilden Höhlenlöwen und imposanten Mammuts, nachdenklichen Neandertalern, eiszeitlichen Jagdrevieren, Schamanen, Totenkammern, goldreichen Fürstengräbern und natürlich der „Himmelsscheibe von Nebra" (1.600 v.Chr.), der ältesten konkreten Himmelsdarstellung der Menschheit. Dank ihrer spannenden Fundgeschichte, die einem Krimi gleicht, ihren geheimnisvollen astronomischen und mythologischen Symbolik, ihrer zeitlosen Ästhetik und dem Glanz des Goldes kann sich kaum ein Betrachter der besonderen Faszination dieses archäologischen Jahrhundertfundes entziehen.

Doch auch auf den ersten Blick unscheinbare Objekte bewahren zuweilen kleine „Schätze": So hat sich auf einem Stückchen Birkenpech der Fingerabdruck eines Neandertalers erhalten - 80.000 Jahre versteckt im  Boden, bis die Braunkohlenbagger und Archäologen den Fund wieder ans Tageslicht beförderten. 

Ein ganz besonderer Fund sind auch die vor 4.500 Jahren liebevoll bestatteten Familien von Eulau (bei Naumburg). Die komplett im Block geborgenen und auch so in der Ausstellung gezeigten Gräber berichten von früher Barbarei: Ein kleines Dorf wurde überfallen, 13 Frauen, Männer und Kinder brutal ermordet, wie die Spuren an den Skeletten belegen. Trotz der langen seitdem vergangenen Zeit haben Archäologen, Naturwissenschaftler und Kriminologen überraschend viele Details dieses Verbrechens klären können. Neben der Dauerausstellung präsentiert das Landesmuseum regelmäßig große Sonderausstellungen.

Vorderansicht des 'Landesmuseums für Vorgeschichte' in Halle, Foto Andrea Hörentrup
Vorderansicht des 'Landesmuseums für Vorgeschichte' in Halle, Foto Andrea Hörentrup

                                

                                                                                                                                                                                                     

Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

Richard-Wagner-Straße 9 06114 Halle (Saale)

Tel.: 0345/5247-30 Fax: 0345/5247-351                                                                                               

                         

Öffnungszeiten: Di-Fr: 9 - 17 Uhr

Sa,So, Feiertage: 10-18 Uhr

                               

poststelle@lda.mk.sachsen-anhalt.de

http://www.lda-lsa.de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/

             

weitere Informationen zur Himmelsscheibe von Nebra --> Artikel

weitere Informationen zur Landesausstellung Pompeji - Nola - Herculaneum. Katastrophen am Vesuv --> Artikel

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