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Gerhard Klein
Leipzig-Skizzen

Kurze Erläuterungen über Entstehungsgeschichte, Stil, historische Bedeutung und heutige Nutzung der präsentierten Örtlichkeiten geben dem Betrachter präzise Informationen über die Stadt Leipzig. 

ISBN: 978-3-937601-74-8
Preis: 4,95 € 

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Dresden-Skizzen

Gerhard Klein hat eindrucksvoll und ansprechend 18 bedeutende Gebäude der früheren Residenzstadt in Skizzen festgehalten und vorgestellt. Die liebevollen Zeichnungen werden Dresdner und ihre Gäste erfreuen.

ISBN: 978-3-937601-38-0
Preis: 4,80 € 

 

Gerhard Klein

Gerhard Klein

Anna Hein

Architekt, Zeichner und Autor
Foto Bertuch Verlag
Foto Bertuch Verlag

Gerhard Klein wurde 1934 in Dresden geboren und verbrachte dort die ersten zehn Jahre seiner Kindheit. Den zweiten Weltkrieg erlebte er als bedrohliche Zeit und die Erinnerungen sind ihm auch heute noch stark präsent. Sein Vater war im Krieg und Gerhard Klein blieb mit Mutter und Bruder in Dresden. Die Behörden der Stadt hatten Ende 1944 erfahren, dass Dresden bombardiert werden sollte, konnten die Bewohner rechtzeitig warnen und forderten sie auf, Dresden zu verlassen. Die Großeltern von Gerhard Klein lebten in Schlesien, bei ihnen fand die Familie Unterschlupf. Später erfuhr Klein, dass tatsächlich das Wohnhaus der Familie in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 bombardiert und zerstört worden war.

Damals war Schlesien zuerst von den Russen, dann von den Polen besetzt. Vor allem unter der polnischen Besatzung hatte es die Bevölkerung nicht leicht. Gerhard Klein erinnert sich ungern an diese schwere Zeit.

Im November 1946 schließlich wurde die deutsche Bevölkerung in Schlesien evakuiert. Gerhard Klein wurde in einem Güterzug mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Harburg bei Hamburg gebracht. Dort wurden sie bei einer Bauernfamilie einquartiert. Später zogen sie nach Senftenberg, wo Verwandte wohnten, und fanden dort schließlich eine neue Heimat. Auch der Vater war mittlerweile aus der Kriegsgefangenschaft zu ihnen zurück gekehrt. In Senftenberg verbrachte Klein seine Jugend und Schulzeit, di e er mit dem Abitur abschloss. Mit der Jugendzeit in Senftenberg verbindet er schöne Erinnerungen, dort hat er Freunde fürs Leben gefunden, mit denen er bis heute in regem Kontakt steht.

Von seinem Vater, der das Malerhandwerk gelernt hatte und sich zugleich sehr für die Malerei als bildnerische Kunst interessierte, hat Gerhard Klein wohl sein Talent und seine Begeisterung fürs Zeichnen geerbt. Nach dem Abitur entschloss er sich für ein Architekturstudium an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar. In Weimar lernte er auch seine spätere Frau kennen. Im Jahr 1959 beendete er sein Studium und ging beruflich nach Halle, da die Stadt etwa in der Mitte zwischen Senftenberg - dem Wohnort seiner Eltern - und Weimar - dem Wohnort seiner Frau - lag. In Halle arbeitete Klein in einem Projektierungsbüro und war dort bis 1989 als Chefarchitekt tätig. Seine Frau und er hatten in Halle beruflich und privat Fuß gefasst und gründeten eine Familie. Während seiner Anstellung im Projektierungsbetrieb promovierte Gerhard Klein an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar.

1990 übernahm er die Leitung eines Architekturbüros in der Firma Halle-Projekt, Architekten und Ingenieure GmbH. Nun kamen auch langsam die Computer im Arbeitsfeld Architektur auf, bisher wurden alle Zeichnungen immer per Hand gezeichnet. Bis zu seinem Ruhestand 1999 arbeitete Gerhard Klein an sehr unterschiedlichen und interessanten Bauaufgaben im Architekturbüro der Firma Halle-Projekt.

Aber auch im Ruhestand muss er nicht auf seine berufliche Leidenschaft verzichten. Im Weimarer Bertuch Verlag veröffentlicht er als Autor und Zeichner die Skizzenbücher über Weimar, Erfurt, Leipzig, Dresden, Berlin, die Trägerwerke Soziale Dienste. Weitere sind bereits in Planung.
Neben seinem Beruf war und ist Gerhard Klein immer seiner zweiten Leidenschaft, dem Sport, nachgegangen. Bereits in seiner Jugendzeit in Senftenberg war er Jugendrekordhalter im Speerwerfen in der damaligen DDR und nur knapp hat er sich nicht für ein Sport-, sondern für das Architekturstudium entschieden. Bis 2010 bestritt er Wettkämpfe im Kegelclub und unternimmt immer noch gerne lange Radtouren zusammen mit seiner Frau in ganz Deutschland.

Rückblickend, sagt Gerhard Klein, habe er genau den richtigen Beruf gewählt. Trotz gewisser Einschränkungen damals in der DDR, habe er immer sehr gerne gearbeitet. Vor allem das überaus kameradschaftliche Umfeld in den Firmen, in denen er gearbeitet hat, sowie die abwechslungsreichen Aufgaben waren für ihn wichtige Faktoren für ein erfülltes Berufsleben.